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Notfallversorgung
Um bei potentiell lebensbedrohlichen Befundkonstellationen eine stark
erweiterte Vorfelddiagnostik durchführen zu können haben wir uns Anfang 2009
zur Anschaffung eines "Cardiac Readers" entschlossen.
Dieses analytische Gerät findet normalerweise nur in Notfallaufnahmen
Verwendung und ist im niedergelassenen Bereich kaum anzutreffen. Bisher mußten
wir solche Patienten allein zur Durchführung dieser Untersuchung mit der
Rettung sofort ins Spital einweisen.

Untersucht werden unter anderem die Parameter D-dimer und Troponin T.
D-dimer:
Dient zum Ausschluß einer Lungenembolie, einer tiefen Beinvenenthrombose
sowie anderer lebensbedrohlicher Gerinnungsstörungen.
D-Dimerspiegel reflektieren indirekt die Generierung von Thrombin
und Plasmin. Auf Grund des negativen Vorhersagewertes von 90 - 96% eignet sich
der Test zum relativ sicheren Ausschluß einer akuten Pulmonalembolie (PE) bzw.
tiefen Venenthrombose (TVT). Erhöhte Werte können unter anderem bei Entzündungen,
Lebererkrankungen, Neoplasien, Traumen, DIC, Thromboembolien oder während der
Schwangerschaft gefunden werden.
Troponin T:
Dient zum Nachweis einer Schädigung des Herzmuskels, sei es durch
einen Infarkt, einer Vorstufe desselben oder einer Herzmuskelentzündung.
Das im Serum nachweisbare cardiale TNT gehört zu den myofibrillären
Proteinen des Herzmuskels und wird aus dem Myokard nach Schädigung freigesetzt.
Im adulten Skelettmuskel findet sich kein cTNT. Somit ist dieser Parameter ein
herzspezifischer und sehr sensitiver Marker für eine myokardiale Schädigung.
So steigt beim akuten Herzinfarkt cTNT bereits ca. 3-4 Stunden nach den
Beschwerden im Serum an und kann bis zu 14 Tage erhöht bleiben. cTNT dient auch
der Verlaufsbeurteilung bei Myokarditis und der instabilen Angina Pectoris.
cTNT-positive Patienten profitieren von antithrombotischen Therapiestrategien.
Da keiner dieser Tests von den Krankenkassen refundiert wird sind wir
gezwungen Sie für diese Serviceleistung um einen Unkostenbeitrag , der jedoch
weit unter dem offiziell bindenden Labortarif des AKH liegt, zu bitten.
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