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Die Messung erfolgt manuell mit Manschette und Stetoskop. Bei der auskultatorischen
Messung wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm über den erwarteten
Blutdruck aufgeblasen. Beim langsamen Ablassen kann man das Auftreten und danach
wieder das Verschwinden eines Korotkow-Geräusches mit Hilfe eines
Stethoskops über der Arterie des Armes hören. Der Druck, der bei
Auftretensbeginn des gehörten Geräusches auf der Skala des Messgerätes
abgelesen werden kann, entspricht dem oberen, systolischen Blutdruckwert, d.h.
der systolische Druck ist in diesem Moment größer als der Druck der
Manschette. Das Geräusch, das gegen Ende des Druckablassens der Manschette gehört
wird zeigt den diastolischen Blutdruck an, der nun stärker als der
Manschettendruck ist. Die auskultatorische Messung ist das Standardverfahren der
nichtinvasiven Messverfahren
Für die Blutdruckmessung ermittelt man zwei Werte: Den oberen oder ersten
Wert nennt man systolischen Blutdruck. Er charakterisiert den Druck im Herzen in
dem Moment, in dem sich der Herzmuskel maximal zusammen zieht. Sobald sich der
Herzmuskel entspannt, sinkt der Blutdruck auf den zweiten oder unteren Wert ab
(diastolischer Blutdruck). Anstrengung und Stress sind für den Anstieg des
systolischen Blutdrucks verantwortlich. Der diastolische Blutdruck ergibt sich
durch die Widerstandsverhältnisse in den Blutgefäßen. Ablagerungen in den Gefäßen
(Atherosklerose) lassen den Blutdruck also steigen.
Der Blutdruck ist kein feststehender Wert und schwankt im Tagesablauf, je
nachdem, welche Aktivitäten gerade verübt werden: Bei körperlicher
Anstrengung, Stress und Aufregung steigt er an, in körperlichen und seelischen
Ruhephasen sinkt er ab. Leidet ein Mensch hingegen unter Bluthochdruck, bleibt
der Druck in den Blutgefäßen auch im Ruhezustand erhöht: Das Herz muss unablässig
mit erhöhter Anstrengung pumpen. Dies belastet Herz- und Gefäßwände. Ein
Bluthochdruck liegt vor, wenn bei wiederholter Messung ein Wert von über 140/90
mmHg erreicht wird. Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie genannt, ist als
Risikofaktor für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen anerkannt.
Kommen zum Risikofaktor Bluthochdruck noch Übergewicht (bzw. starkes Übergewicht,
auch Adipositas genannt) sowie ein weiterer Risikofaktor, etwa Diabetes
(Zuckerkrankheit) oder Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin bzw.
LDL) hinzu, besteht eine deutlich erhöhte Gefahr, im Laufe des Lebens eine
Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Experten sprechen daher auch von den
kardiometabolischen Risikofaktoren.
Der systolische Blutdruck wird durch die Auswurfkraft des Herzens
erzeugt. Der diastolische Blutdruck entspricht dem Dauerdruck im
arteriellen Gefäßsystem. Die Compliance der großen Arterien und ihre
Windkesselfunktion begrenzen beim Auswurf den systolischen Wert und sorgen durch
ihre Pufferfunktion für einen, wenn auch geringeren, Blutfluss in der Diastole.
Bei körperlicher Anstrengung nehmen Herzminutenvolumen und Durchblutung der
Peripherie zu. Der Gefäßwiderstand sinkt. Der systolische Blutdruck steigt stärker
an als der diastolische Wert.
Blutdruckkontrollen können jederzeit während des Ordinationsbetriebes
durchgeführt werden.

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